Dienstag, 7. Juni 2011

Repressive Toleranz

Zwei Meldungen, zuerst von vorgestern:

"Es liegt Zauber in der Luft"

und vor einem Jahr:

Streit wegen Kaplan spaltet Pfarrgemeinde

Eine typische Haltung für den 'liberalen' Flügel der katholischen Kirche und ich hab's leider überall so erlebt, dass man zwar gegen alles und jedes tolerant' sprich gleichgültig oder zustimmend ist, nur was irgendwie nach traditioneller Verankerung im katholischen Glauben ausschaut, wird mit gnadenloser Härte weggemoppt.

Wetten, dass die Segnung dieser gleichgeschlechtlichen Gemeinschaft  durch Pfarrer Thomas Tauchert keinerlei Konsequenz für ihn hat? Kardinal Marx ist viel zu medienbewusst und hatte wohl kaum Lust, sich durch das örtlichen 'liberale' Lügenblatt "SZ" wegmixan zu lassen ... und der ehemalige Kaplan von H.W. Tauchert macht sich wohl seine eigenen Gedanken, was die 'Toleranz' seines ehemaligen Dienstherren betrifft ...

Dienstag, 26. April 2011

Firmung im außerordentlichen Ritus

Was positives zum Wochen-Start:

Im neuesten Rundbrief der FSSP wird angekündigt, dass am Samstag 24. Sept. 2011 um 10.30 Uhr S.E. Weihbischof Maximilian Ziegelbauer mit Erlaubnis des neuen Augsburger Bischofs Dr. Konrad Zdarsa in St. Margareth das Sakrament der heiligen Firmung spenden darf. Meines Wissens ist es dieses Jahr der einzige Firmort in Deutschland, in dem die Firmung im außerordentlichen Ritus gefeiert wird.

Dinge ändern sich. Bischof Dr. Konrad Zdarsa ging ja ein gewisser Ruf voraus, kein Freund der alten Messe zu sein und nun ist er der 'fortschrittlichste' beziehungsweise 'rückschrittlichste' deutsche Bischof, je nach Sichtweise. Durch Bischof Konrad und dem Wirken des hl. Geistes wurde wieder mal ein kleiner Schritt gemacht, um die alte Messe aus dem 'Schmuddeleck' herauszuführen. Ich find's schön, vor allem das auch die Spendung der anderen Sakramente -außer der heiligen Eucharistie- im außerordentlichen Ritus langsam a bisserl entspannter gesehen wird. 

Montag, 25. April 2011

In eigener Sache

Ich hab vor fünf Monaten ohne große Erwartungen angefangen zu bloggen. Am Anfang dachte ich, dass  es furchtbar schwierig sein würde, überhaupt irgendwelche Leser zu finden; ich habe mir das so vorgestellt, dass man monatelang was schreiben muss und dann schaut man mal in die Statistik und dann haben's 2 Leute in der Zeit gelesen ...

Im Endeffekt war alles einfacher als gedacht und in der katholischen Bloggospähre ist leicht 'Fuß zu fassen' :=). Noch mal vielen Dank für das herzlichen 'Willkommen' und den vielen netten Mitbloggern. Jetzt 5 Monaten und mehr als 7000 Seitenaufrufe später, habe ich mir in meiner blogfreien Fastenzeit die Bloggerei mal so 'nen bisschen durch den Kopf gehen lassen. Was stört mich an meinem eigenen Blog? Was an anderen Blogs? Wie steht's mit der Lesbarkeit? Wie sind die Bilder aufbereitet? Und so weiter ...

Das Ergebnis dieser Überlegung ist in etwas eingeflossen, was man auf Neudeutsch so schön 'Relaunch' nennt, also eine Überarbeitung des Designs. Wobei's vorher kein überdachtes Design war, sondern nur die einfachste Vorlage von Blogger, die ich genommen hatte, als ich angefangen habe zu bloggen. Keine große Arbeit dahinter und vielleicht der beste Weg für den Start.

Inzwischen ist mir einiges aufgefallen, etwa das oftmals in Blogs der Kontrast Schrift/Hintergrund für's länger lesen zu stark ist ... 15 Bilder untereinander in einem Post mit endlos scrollen ist nicht der Weisheit letzter Schluss ... längere Texte in einer schmalen Post-Kolumne sind eher schwierig zu lesen ... und vieles mehr. Daraus habe ich einige Schlussfolgerungen gezogen und versucht, es in meinem Blog 'besser' zu machen.

1. Das äußere Layout ist nun 'augenfreundlich' gestaltet. Jeder hat seinen eigenen Geschmack und das ist auch gut so, aber es gibt so etwas wie allgemein anerkannte Grundsätze für Schriftgestaltung sowie 'No-Go' bei der Lesbarkeit von Texten, etwa weiße Schrift auf schwarzem Grund. Letzteres habe ich versucht zu vermeiden und ersteres mit einem Grau-Kontraste umgesetzt, der betont 'neutral' gehalten ist.

2. Im wirklichen Leben bin ich eher nicht der füllige Barockmensch, sondern liebe es klar, einfach und schnörkellos. Eine Sache muss seine Funktion erfüllen und ansonsten so wenig wie möglich. Ich lebe ohne Fernseher, Radio, Zeitung, Bilder, Auto oder sonst einem Material und so ein reduziertes Leben wollte ich a bisserl in meinem Blog abbilden. Ich habe alles rausgeschmissen, was keine unmittelbare Funktion erfüllt und das ganze in 'schlicht' gehalten. Ich bin mir natürlich darüber klar, dass das nicht besonders katholisch ist :=), vermutlich schlägt da mein protestantisches Erbe durch.

3. Der Blog selber ist jetzt in vier Teile organisiert worden. Im ersten Teil "responsiones non disputatae" bleibt alles wie gehabt und ist der eigentliche Startteil des Blogs.

Daneben gibt es nun einen Bilderblog, denn ich 'Landwanderung' genannt habe, weil mir die herkömmliche Einbindung von Bilder in Blogs nicht besonders gelungen vorkommt. Blogger wird in Kürze neue, geradezu revolutionäre Oberflächen zur Verfügung stellen und die "view/snapshot" von Landwanderung ist sozusagen ein Ausblick auf diese Oberfläche. In 'Bilder' kommt man entweder oben über die Seitenleiste, über das anklicken eines Bildes oder über den Blog-Feed rechts. Technisch gesehen ist 'Landwanderung' ein eigener Blog, d.h. er besitzt einen eigenen Feed und ist nicht mit dem Feed von "responsiones non disputatae" verknüpft.

Den dritten Teil nenne ich schlicht und einfach 'Kommentare' und liegt auf einer Seite, die 'Das Heerlager der Heiligen' heißt, womit im Grund schon alles gesagt ist. In Baden-Württemberg haben vor drei Wochen links-liberales Bauchgefühl & Emotionen ihre Machtergreifung gefeiert und ob Braun oder Grün, wenn die deutsche Volksseele kreist, wurde schon immer ein Monstrum geboren. Linke Ökologisch korrekte Misanthropie, Ideologie und Fanatismus gepaart mit Dummheit wird Deutschland wohl endgültig abschaffen nichts als Schrecken über die Welt bringen.

Das sind allerdings Themen 'aus der Welt', in der wir Christen zwar zwangsläufig leben, uns aber auch nicht zu sehr verbeißen sollten, deshalb habe ich das Thema 'unsere 2000jährige christliche Kultur wird in die Tonne getreten' in einen eigenen Bereich ausgelagert. Gleiches gilt wie bei bei 'Bilder', Google bietet eine -für mich- überzeugende Möglichkeit, Beiträge in einem Blog darzustellen und die nutze ich gerne.

Der vierte und letzte Teil habe ich '5202' genannt und ist ein 'technischer' Bereich, der allen möglichen nützlichen CSS-Code für Blogger enthält. Ich weiß nicht, wie weit das für jemand von Interesse ist. Wenn man etwa auf einer statischen Seite sämtliche Widgets ausblenden will -Beispiel hier- dann ist das Code-technisch alles andere als trivial. Im Laufe der letzten Monate bin ich auf einige 'gestalterische' Probleme bei Blogger gestossen, die ohne solide CSS-Kenntnis nicht lösbar sind. Ein guter Blog glänzt natürlich durch Inhalt und nicht durch äußere Gestallt, dennoch gilt, Form hat auch immer eine Funktion.  Der Bereich '5202' ist allerdings 'unaufgeräumt und besteht bis jetzt nur aus Code, was ohne Kommentare undurchschaubar ist, daher ist der Bereich noch gesperrt. Das ist wohl ein Projekt für einen langen verregneten Sonntagnachmittag. Gleiches gilt wie für die beiden anderen Seiten, '5202' kann man entweder über die Seitenleiste oben oder über den Feed rechts erreichen.

Last not least, nach 5 Monaten Aktivitäten im Internet habe ich mich dafür entschieden, unter  Realnamen zu agieren. Wir sind Menschen und sollten irgendwo greifbar sein, wenn wir kommunizieren. Wer das nicht will, OK. Meiner Erfahrung nach versteckt man hinter einem anonymen Nick aber vor allem Unarten und Verhaltensweisen, die man sich im realen Leben doch nicht trauen würde. Ich möchte hier so schreiben, wie ich es jedem Menschen in's Gesicht sagen würde, also betreibe ich dieses Blog jetzt über mein normales Googlekonto mit echtem Namen. Nur falls sich jemand über den Namenswechsel wundert

Noch ein gesegnetes Osterfest

Dienstag, 1. Februar 2011

Zeitbombe mit Ansage

Nur so ein Gedanke, warum man 1965 auf die Idee kommen konnte, das sich Liturgie relativ beliebig 'gestallten' lässt, um sie der modernen pastoralen Situation anzupassen. Selbiges könnte unter anderen an solchen Aussagen gelegen haben:

258. Deshalb steht nur dem Papst das Recht zu, eine gottesdienstliche Praxis anzuerkennen oder festzulegen, neue Riten einzuführen und gutzuheißen, sowie auch jene zu ändern, die er für änderungsbedürftig hält.

PIus XII hat das natürlich anders gemeint. Richtig. Trotzdem bleibt es eine erstaunliche Behauptung, der Papst habe das Recht, neue Riten einzuführen. Was 1947 angedacht worden ist, war wie eine Zeitbombe, die ihre eigentliche Zerstörungskraft erst 20 Jahre später gezeigt hat

Bei der Lektüre von Mediator Dei habe ich mir heute gedacht, die Geburt der neuen Messe geschah im Grunde weit vor dem 2. Vatikanischen Konzil. Wo von oben bestimmt wird, wir könnten dies oder das so oder so tun, wird es über kurz oder lang auch so geschehen.

Mediator Dei

Alte Enzykliken sind manchmal hochspannend zu lesen, hier aus Mediator Dei von 1947:

Mit Geist und Herz zu den Quellen der heiligen Liturgie zurückzukehren, ist sicher weise und sehr lobenswert, da das Studium dieses Wissenszweiges durch Zurückgreifen auf dessen Anfänge nicht wenig dazu beiträgt, die Bedeutung der Feste und den Sinn der verwendeten heiligen Texte und Zeremonien tiefer und genauer zu erforschen; dagegen ist es nicht weise und nicht lobenswert, alles um jeden Preis auf das Altertum zurückzuführen. So würde z. B. vom rechten Weg abweichen, wer dem Altar die alte Form der Mensa, des Tisches, wiedergeben wollte; wer die liturgischen Gewänder nie in Schwarz haben wollte; wer die Heiligenbilder und Statuen aus den Kirchen entfernen wollte; wer die Nachbildung des gekreuzigten Erlösers so machen ließe, daß sein Leib die bitteren Qualen, die er erduldete, nicht zum Ausdruck brächte; wer endlich den polyphonen (mehrstimmigen) Gesang mißbilligte und ablehnte, auch wenn er den vom Heiligen Stuhl gegebenen Weisungen entspräche.

Knapp 20 Jahre später sieht man das schon a bisserl anders. Oder wie es in der Wikipedia so schön heißt,

Was lernen wir daraus? Was ein Papst 1947 noch als 'vom rechten Weg abweichen' bezeichnet hat, ist 1965 dank tiefster liturgiegeschichtlicher Kenntnisse bereits zur allgemeinen Norm erhoben worden, woraufhin in einem Beispiellosen Furor die Hochaltäre aus den Kirchen rausgehackt wurden, um Platz für die Mahltische nach 'Norm der Väter' zu machen.

Samstag, 29. Januar 2011

Was wird da vorgestellt?


[ ] Eine neue katholische Kochbuch-Serie?
[ ] Eine Sammlung katholischer Sinnsprüche?
[ ] Die Fotoalben von Bischof Hofman aus Essen Würzburg?

Auflösung findet sich hier. Erstaunlich, dass da etwas mit einem 'liturgischen' Preis gehrt wird, was nicht mal mehr bei gutwilligster Betrachtungsweise irgendwelche christlichen Assoziationen erweckt. Ich finde das Bild ziemlich traurig. Um ehrlich zu sein, ich schäme mich a bisserl für den Bischof. Da hilft nur noch das eigene Gebet.

Montag, 24. Januar 2011

Gods Sabbath

Zum morgigen Fest der Bekehrung des hl. Paulus wurde ich gefragt, was ich davon halte. Der Text findet sich auf dieser Homepage: